Social Franchising

Das Geschäftsmodell des Franchisings hat in den vergangenen Jahren vermehrt Zulauf im sozialen Sektor gefunden. Das wundert nicht, denn schließlich beruht Franchising auf  Partnerschaft, Kooperation und Gemeinschaft. Initiatoren aus dem Non-Profit-Bereich tun also gut daran, ein funktionierendes Konzept an andere soziale Träger weiter zu geben und diese von der Ursprungsidee profitieren zu lassen.

Die Umsetzung und Einführung des Sozialen Franchisesystems unterscheidet sich kaum von der herkömmlichen Franchisierung eines Unternehmens. Eine einheitliche Marke, Schulung und Vertrag und ein umfassendes Handbuch sind auch im Social Franchising ein Muss. Meist ist es allerdings kein Einzelunternehmer, der als Konzeptgeber Lizenzen ausgibt, sondern eher gemeinnützige Vereine oder Stiftungen.

So vielfältig die Themenfelder im sozialen Bereich sind, so umfangreich ist auch die Ausrichtung des Social Franchisings. Das Gros der Franchisesysteme im sozialen Bereich sind Non-Profit-Systeme. Franchisegebühren werden nur selten erhoben. Das liegt meist daran, dass der Franchisenehmer im klassischen Sinne nicht wirtschaftlich also mit Gewinn arbeitet. Häufig sind es bestimmte Schutzgebühren, die der Franchisenehmer zu tragen hat.

Anders, als in klassischen Franchiseunternehmen ist es meist nicht der Kunde, der die Dienstleistungen des Unternehmens bezahlt. Hier treten oft staatliche Institutionen auf. Das Franchisesystem muss sich daher bereits frühzeitig über die formalen Voraussetzungen bei der Kostenübernahme durch staatliche Stellen schlau machen und diese in die Konzeption einbeziehen. Ein Umstand, von dem der spätere Franchisenehmer profitiert, schließlich muss dieser sich nicht erneut über die Vorgaben informieren sondern kann vom Wissen des Gebers profitieren.